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Donnerstag, 16. Juni 2016

Reglementierung der Bekleidung des Reiters

Jeder Reiter der an Turnieren teilnimmt muss sich damit auseinander setzen, es gibt Vorschriften wie man sich an Veranstaltungen kleiden muss. Hier ein paar Auszüge aus den aktuellen Dressur- Spring und Concours Complet Reglementen. Wobei sich das CC Reglement für den Dressur- und Springteil an den Reglementen der jeweiligen Disziplinen orientiert.

Stiefel oder Chaps?
In der Dressur sind die Regeln etwas strenger als im Springen. Das fängt schon bei den Schuhen an, in Jungpferdeprüfungen und GAs sind sowohl dunkle Stiefel aus Gummi oder Leder als auch dunkle Stiefeletten mit gleichfarbigen Stiefelschäften aus Glattleder erlaubt. In Prüfungen ab L aufwärts sind hingegen nur noch dunkle Reitstiefel erlaubt. Im Springen und Cross jedoch sind in allen Stufen neben den Stiefeln (Farbe und Material sind nicht vorgeschrieben) auch die Kombination aus gleichfarbigen Bottinen und Chaps aus Glattleder erlaubt. Dezente Verzierungen mit Glitzersteinchen und speziellem Leder sind in keinem der Reglemente erwähnt und somit erlaubt.

Hosen und Oberteile
Auch wenn man es sehr selten sieht, laut Dressurreglement sind nicht nur helle (normalerweise weiss oder hellbeige) Reithosen mit oder ohne dunklem Lederbesatz, sondern auch dunkle Reithosen erlaubt, sofern sie die selbe Farbe haben wie das Jacket. Im Springen hingegen sind nur weisse oder hellbeige Hosen mit oder ohne dunklem Besatz zugelassen. 
Das Jacket muss in der Dressur einfarbig sein, wobei Nadelstreifen und andersfarbiger Kragen und Einfassung erlaubt sind, ab Stufe L ist auch ein Frack erlaubt. Das Shirt oder die Bluse muss einen hellen Kragen haben und mit einem Plastron oder Stehkragen (Frauen) oder einer Kravatte (Männer) versehen sein. Selbes gilt im Springen, da darf bei den Damen das Hemd auch ärmellos sein, bei den Herren muss es kurz- oder langärmlig sein. Es darf über oder in der Hose getragen werden aber nicht bauchfrei sein. Das Jacket darf jegliche Farbe und Verzierung haben, auch die genehmigten Blousons sind erlaubt.
Im Cross gibt es keine Vorschriften was die Farbe und Form der Kleidung betrifft. Dafür sind hier Sicherheitsweste (die in den anderen Disziplinen optional sind) und Medical Card Pflicht.

Kopfbedeckung und Handschuhe
Was im Springen und Cross schon lange Vorschrift ist gilt jetzt auch für den CC Dressurteil und Jungpferde- und GA Dressurprüfungen; Helm tragen ist Pflicht! Ein Helm mit Dreipunktsicherung ist für alle Disziplinen ausgenommen Dressur ab Niveau L vorgeschrieben, dies gilt nicht nur für Parcours, Cross und Viereck, sondern auch für die jeweiligen Abreitplätze. In Dressurprüfungen ab L11 hat man nach wie vor die Wahl ob man im Viereck Helm oder Zylinder tragen möchte, auf dem Abreitplatz herrscht auch hier Helmpflicht.
Handschuhe sind nur in der Dressur vorgeschrieben. Im Springen und Cross sind sie optional.

Tenueänderung
Erlaubt es die Jury, so kann bei warmen Temperaturen im Sommertenue, das heisst im Springen einfach ohne Jacket, in der Dressur mit einem einfarbigen Gilet geritten werden. Im Springen ist es üblich, ich habe sogar schon erlebt, dass beim Kragen die oersten Knöpfe offen gelassen werden durften, in der Dressur eher selten. Auch für Regenwetter gibt es die Tenueänderung, es darf mit einfarbiger Regenjacke geritten werden.


Der Springsattel - Welcher Sattel für welches Pferd-Reiter-Paar

Es gibt auf dem Markt fast so viele Springsattel-Modelle wie es Reiter- und Pferdetypen gibt. Doch welches ist der richtige Sattel für mein Pferd und mich?

Die verschiedenen Sättel

Zum Springen geeignet sind neben richtigen Springsätteln auch Vielseitigkeitssättel. Gerade für Freizeitreiter die zwar sowohl gerne springen aber auch lange Ausritte geniessen und vielleicht zwischendurch eine Dressurprüfung reiten sind diese eine gute Wahl.
Aber auch den klassischen Springsattel gibt es in verschiedenen Ausführungen. Vor allem die Sitztiefe und die Pauschengrösse machen die Unterschiede aus. Ein tiefer Sitz und grosse Pauschen geben Springanfängern oder Reitern von Pferden die gerne mal plötzlich verweigern einen guten Halt. Jedoch nehmen sie dem Reiter auch die Bewegungsfreiheit die bei höheren Sprüngen benötigt wird. Deshalb bevorzugen Springreiter normalerweise Sättel mit einer flachen oder halbtiefen Sitzfläche und kleinen Kniepauschen

Die verschiedenen Reitertypen

Nebst den oben erwähnten gibt es natürlich auch noch körperliche Unterschiede zwischen uns Reitern. Auch darauf muss beim Sattelkauf Rücksicht genommen werden. Langbeinige Personen brauchen grössere Sattelblätter die weiter nach vorne geschnitten sind als Reiter mit kürzeren Beinen. Bei der Sitzgrösse sollte man sich nicht durch falsche Eitelkeit zum Kauf eines zu kleinen Modells hinreissen lassen. Denn hat man zu wenig Platz im Sattel kann man auch nicht vernünftig sitzen und einwirken.

Die verschiedenen Pferdetypen

Wie auch wir Reiter sind auch unsere Pferde verschieden. Nur ist bei ihnen natürlich nicht die Länge der Beine ausschlaggebend, sondern die Form des Rückens und der Schulter. Bei Tieren mit sehr kurzem Rücken erweist sich der Sattelkauf wesentlich schwieriger als bei denen mit längerem Rücken. Vor allem wenn man selber nicht in Sitzgrösse 16 passt muss man hier aufpassen. Oft sind dann sogenannte Bananenkattelkissen die Lösung, weil diese etwas kürzer geschaffen sind als normale Keilkissen.

Ob ein Pferd einen geschwungenen oder eher geraden Rücken, eine schmale oder ausgeprägte Schulter hat das sieht der Sattler natürlich bei der Sattelanpassung. Denn auch wenn man einen Sattel aus zweiter Hand kauft sollte man es nicht verpassen diesen durch einen Fachmann überprüfen zu lassen. Schlussendlich soll ja der Sattel sowohl dem Reiter als auch dem Pferd optimal passen.